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Projekt «Begegnungszone im Zentrum»

Die Begegnungszone ist eines von vier priorisierten Handlungsfeldern der Weinfelder Zentrumsentwicklung. Die Stadt prüft deren Einführung im Stadtzentrum. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit zu verbessern und gleichzeitig die gute Erreichbarkeit des Zentrums für Bevölkerung, Gewerbe, Besuchende und Anlieferungen sicherzustellen. Der Entscheid über eine definitive Umsetzung ist noch nicht gefallen. Das Projekt wird schrittweise entwickelt, sorgfältig geprüft und mit einer Versuchsphase getestet. Die Bevölkerung sowie betroffene Interessengruppen erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Rückmeldungen einzubringen.

Was ist eine Begegnungszone?

Eine Begegnungszone ist in erster Linie ein gesetzlich definiertes Verkehrsregime gemäss Signalisationsverordnung. Sie ermöglicht eine gemeinsame Nutzung des öffentlichen Raums durch Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende sowie den motorisierten Verkehr.

Rechtlich verbindliche Merkmale:

  • Höchstgeschwindigkeit 20 km/h
  • Fussgängerinnen und Fussgänger haben Vortritt
  • Queren der Strasse ist überall möglich
  • Autos und Velos bleiben zugelassen
  • Öffentlicher Raum wird gemeinsam genutzt
  • Mehr Sicherheit und höhere Aufenthaltsqualität im Ortszentrum

Eine Begegnungszone ist keine Fussgängerzone – das Zentrum bleibt grundsätzlich erreichbar und nutzbar. Mit dem Wort «Begegnung» wird oft mehr als ein Verkehrsregime assoziiert. Das Projektteam versucht, diesem Umstand so weit möglich gerecht zu werden und hat die Projektziele dahingehend formuliert.

Ziele des Projekts

Mit dem Projekt verfolgt die Stadt Weinfelden mehrere Ziele:

  • Erhöhung der Verkehrssicherheit
  • Verbesserung der Aufenthalts- und Flanierqualität
  • Attraktivere Gestaltung des Stadtzentrums
  • Stärkung des lokalen Gewerbes und der Gastronomie
  • Förderung von Begegnung und Verweilen
  • Reduktion von Suchverkehr und Parkmanövern im Zentrum
  • Erhalt einer guten Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmenden

Projektphasen

Projektphase Datum Dokument
Projektstart Begegnungszone Zentrum August 2026 Medienmitteilung
Präsentation Medienkonferenz August 2026 Präsentation
Studienbericht folgt Studie
Vorprojekt folgt Planungsunterlagen
Unterlagen Versuchsphase folgt Mitwirkung
Umsetzung folgt  

Phase 1: Studie

In einem ersten Schritt werden verschiedene Varianten untersucht. Dabei werden insbesondere folgende Fragen geklärt:

  • Welcher Perimeter eignet sich für eine Begegnungszone?
  • Welche Gestaltungsvarianten pro Strassenabschnitt sind denkbar?
  • Wie können Verkehr, Gewerbe und Aufenthaltsqualität berücksichtigt werden?

Phase 2: Vorprojekt

Auf Basis der Studienresultate wird ein konkretes Vorprojekt ausgearbeitet. Dabei werden:

  • Gestaltungsvarianten geprüft und ausgewählt
  • Verkehrsführungen konkretisiert
  • Kosten abgeschätzt
  • Auswirkungen auf Gewerbe, Bevölkerung und Verkehr beurteilt

Phase 3: Versuchsphase

Vor einer definitiven Einführung ist eine zeitlich befristete Versuchsphase vorgesehen. Mit temporären Massnahmen wird getestet, wie praxistauglich die geplante Begegnungszone im Alltag ist. Ziele der Versuchsphase:

  • Rückmeldungen aus Bevölkerung und Gewerbe aufnehmen
  • Erfahrungen sammeln
  • Auswirkungen beobachten
  • Erkenntnisse für den weiteren Entscheid gewinnen

Diese Phase bietet die wichtigste Möglichkeit zur Mitwirkung. Die Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer fliessen direkt in die Auswertung ein.

Phase 4: Auswertung und Entscheid

Nach der Versuchsphase werden sämtliche Erfahrungen und Erkenntnisse ausgewertet. Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Verkehrliche Auswirkungen
  • Rückmeldungen der Bevölkerung
  • Erfahrungen des Gewerbes
  • Sicherheitsaspekte
  • Wirtschaftliche Auswirkungen

Erst danach entscheiden die zuständigen politischen Behörden über das weitere Vorgehen.

Phase 5: Umsetzung

Auf Basis der Rückmeldungen aus der Testphase wird das Projekt nochmals geprüft und falls nötig angepasst. Das finale Projekt wird dann öffentlich aufgelegt, bevor es umgesetzt werden kann.


Frage Antwort
Warum prüft die Stadt eine Begegnungszone?
Die Stadt möchte die Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Zentrum verbessern sowie die Attraktivität des Ortskerns stärken. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit erhalten bleiben. 
Ist die Einführung bereits beschlossen?
Nein. Das Projekt befindet sich in der Prüfungs- und Planungsphase. Ein definitiver Entscheid wird erst nach Studie, Vorprojekt und Versuchsphase gefällt.
Was bedeutet Tempo 20?
In einer Begegnungszone gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h für alle Fahrzeuge.
Haben Fussgänger Vortritt?
Ja. Fussgängerinnen und Fussgänger haben in Begegnungszonen Vortritt und dürfen die Strasse grundsätzlich überall queren.
Dürfen Autos weiterhin durch das Zentrum fahren?
Ja. Begegnungszonen sind grundsätzlich für den motorisierten Verkehr zugänglich. Die Erreichbarkeit des Zentrums bleibt ein wichtiges Projektziel. 
Werden Parkplätze aufgehoben?
Das ist nicht auszuschliessen. Welche Auswirkungen sich auf die Parkplatzsituation ergeben könnten, wird im Rahmen der Studie und des Vorprojekts untersucht.
Was bedeutet das Projekt für das Gewerbe?
Eine höhere Aufenthaltsqualität und längere Verweildauer können die Attraktivität des Zentrums stärken. Die Bedürfnisse des Gewerbes werden in den Planungen berücksichtigt.
Wie wird die Bevölkerung einbezogen?
Während der Versuchsphase besteht die Möglichkeit, Erfahrungen und Rückmeldungen einzubringen. Die Bevölkerung wird über die einzelnen Projektphasen informiert.
Was passiert, wenn sich die Begegnungszone nicht bewährt?
Gerade deshalb wird eine Versuchsphase durchgeführt. Die Ergebnisse fliessen in die politische Entscheidungsfindung ein.
Wo finde ich laufend aktuelle Informationen?
Aktuelle Informationen werden auf dieser Projektseite veröffentlicht. Wesentliche Änderungen werden zudem zusätzlich via News kommuniziert (Newsletter abonnieren).

Kontakt

Stadt Weinfelden
Kommunikation
071 626 83 99
kommunikation@weinfelden.ch